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In Europa werden heuer insgesamt wieder zwölf Junggeier ausgewildert. Neben den zwei Jungvögeln im Nationalpark Hohe Tauern werden zwei weitere Vögel in Argentera (Italien) zwei in Martell (Nationalpark Stilfser Joch in Südtirol) und jeweils drei in der Sierra de Cazorla (Andalusien/Spanien) und auf Sardinien freigelassen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Bartgeier-Projekts ist die supranationale Zusammenarbeit der Alpenanrainerstaaten. Inzwischen gibt es eine Datenbank, in der alle Informationen aus dem Alpenraum zusammenfließen. Die Bartgeier-Beobachtung soll für alle EU-BürgerInnen möglich sein. Für die Nachverfolgung wird auch modernste Satelliten-Technolgogie eingesetzt. Dazu wird ein kleiner Satellitensender auf eine Schwanzfeder des Bartgeiers geklebt.
Gerade im Jahr der Biodiversität ist die Bartgeierfreilassung in Osttirol ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der kostbaren Vielfalt in unseren Alpen. Die Nationalparks sind Refugien, in denen Tiere und Pflanzen intakte und möglichst unbeeinflusste Lebensbereiche haben. Aber der Artenschutz darf sich nicht auf die Nationalparks beschränken, wenn wir dem Verlust biologischer Vielfalt und einer weitere Degradation von Ökosystemen entgegen wirken wollen. Laut Experten verschwinden jeden Tag 50 bis 100 Arten für immer von unserem Planeten.